Erster Ironman-Sieg für Böcherer

Mit einer souveränen Leistung in allen drei Disziplinen hat der Freiburger Triathlon-Profi Andi Böcherer sich in der italienischen Emilia Romagna seinen ersten Ironman-Sieg geholt. Nach 8:01:50 Stunden gewann er souverän vor Michael Rünz und Julian Mutterer. Böcherer befreite sich mit diesem Erfolg selbst aus einem Tief rund um die Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt, bei der er nach wenigen Kilometern aussteigen und danach wegen eines Übertrainingssyndroms wochenlang kürzer treten musste. Zuletzt fühlte sich Böcherer nach einem Trainingslager in den Schweizer Bergen aber wieder fit und voller Tatendrang: „Ich habe richtig Lust, in allen drei Disziplinen zu zeigen, was ich drauf habe.“

 

In Italien blieb Böcherer beim Schwimmen in der Spitzengruppe, der nur der ehemalige Olympia-Schwimmer Lukas Wojt entwischen konnte. Auf dem Rad kontrollierte er das Tempo, bis er nach 135 Kilometern attackierte, Wojt und den Italiener Giulio Molinari stehen ließ und die zweite Wechselzone mit fast drei Minuten Vorsprung als Führender erreichte. Von dem Moment an schaute sich der Leader nicht mehr um und vergrößerte seinen Vorspung immer weiter: „Ich wollte nach dem ersten Halbmarathon schon alles klar haben und bin deshalb in 1:21 Stunden relativ schnell angelaufen. Danach habe ich das Rennen kontrolliert zu Ende gebracht, ohne einzubrechen oder mit schwach zu fühlen“, so der sichtbar glückliche Sieger im Ziel. Mit dem Erfolg hat sich Böcherer bereits für den Ironman Hawaii 2019 qualifiziert, „und das Reisegeld bereits verdient. Ich kann nun also schon mal die Flüge buchen.“

 

Wie groß die Last war, die ihm mit diesem Sieg von den Schultern fiel, lässt sich an seinen Worten im Ziel erahnen. „Ich habe mich aus dem Tal selbst auf den höchsten Berg gerettet. Ich bin so, so glücklich und sehr stolz! Meine Familie und mein Team haben mir enorm viel Kraft und Unterstützung gegeben, als es mir nicht gut ging. Und nun musste und wollte ich etwas zurück geben. Es war schon komisch, bereits zweimal die Acht-Stunden-Marke unterboten zu haben und noch keinen Ironman-Sieg verbuchen zu können. Aber ich habe mich immer nur den Allerbesten gestellt. Und diesen kleinen Makel in den Palmares habe ich ja nun auch ausgemerzt. Ich bin überglücklich und möchte meiner Familie, meinen Team und meinen Sponsoren aus tiefstem Herzen danken! Ohne euch wäre ich jetzt kein Ironman-Champion.“

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